Tunnelbau am Berg
Tunnelbau am Berg

Projektbeschrieb

Teilabschnitt Amsteg
Teilabschnitt Amsteg
Installationen Amsteg
Installationen Amsteg
Technische Installationen
Technische Installationen
Zugangsstollen
Zugangsstollen
Geologie Aar-Massiv
Geologie Aar-Massiv
TBM Gabi I (TBM Ost)
TBM Gabi I (TBM Ost)

Der Teilabschnitt Amsteg (km 107.505 bis km 118.855) besteht aus dem 11.35 km langen Teil des 57 km langen Gotthard-Basistunnels sowie aus einem Zwischenangriff, der in der Gemeinde Silenen (Kanton Uri) liegt. Nördlich grenzt der Teilabschnitt Erstfeld und südlich die Projektierungseinheit Tunnel Sedrun an.

Das Kernstück der Untertageanlagen des Teilabschnittes Amsteg bilden die beiden parallelen Einspurröhren des Gotthard-Basistunnels. Diese sind ca. alle 312.5 m mit insgesamt 37 Querschlägen verbunden. Die Länge dieses Teilabschnittes beträgt 11.35 km, die Steigung 4.05 ‰. 

Die Einspurröhren weisen einen mittleren lichten Querschnitt von F = 41 m² auf. Der Umfang der Ausbruchsicherungsarbeiten und die Stärke der durchgehenden Betonverkleidung variieren entsprechend den angetroffenen geologischen Bedingungen. Die Entwässerung erfolgt im Trennsystem mit einer unter der Fahrbahnplatte angeordneten Bergwasserleitung (NW 600 mm) und einer Fahrbahnentwässerungsleitung (NW 315 / 290 mm). 

Der Zugangsstollen dient als Baustellenerschliessung für die beiden Einspurröhren. Er verläuft ab Grund/Brindli in östlicher Richtung. Er ist ca. 2 km lang und fällt mit 1.05 % zum Basistunnel. 

Der Kabelstollen dient zur Bahnstromversorgung des Gotthard-Basistunnels. Er steigt ab der Verzweigung Zugangsstollen/Basistunnel mit 2.12 % auf ca. 2 km zur neuen unterirdischen Zentrale des Kraftwerkes Amsteg. 

Der Zugangsstollen Amsteg, der Kabelstollen und ein grösserer Teil der Tunnelröhren befinden sich in der geologischen Formation des Aar Massivs, in bautechnisch günstigen Gneisen. Geotechnisch schwierig ist die Intschi Zone. Gegen das Südende des Aar Massives ist vermehrt mit geologischen Störungen zu rechnen, was bautechnisch grössere Aufwendungen für die Ausbruchsicherung mit sich bringt. 

Der Zugangsstollen Amsteg, der Kabelstollen und der eigentliche Basistunnel werden bergmännisch ausgebrochen. Der Tunnelvortrieb erfolgt mittels Tunnelbohrmaschine (TBM).